Deutsch English

Drift-Schule Test - Wir testen potentielle Drift-Autos

Wer an einer unserer Veranstaltungen teilnehmen möchte, fragt sich häufig, ob das eigene Fahrzeug dafür geeignet ist.

In den über 300 Basic- und über 50 Advanced-Trainings der Drift-Schule hatten wir schon viele verschiedene Fahrzeuge am Start.
Die dabei gesammelten Erfahrungen wollen wir allerdings nicht für uns behalten, sondern so viel wie möglich davon weitergeben.
So haben wir begonnen, etwas ausführlichere Videos zu drehen und dabei einen besseren Einblick zu geben, wie gut die jeweiligen Fahrzeuge für unsere Trainings und Veranstaltungen geeignet sind. 

Begonnen haben wir dabei mit 8 Vertretern, die wir häufig bei unseren Trainings antreffen. Die schonungslose Kritik ist dabei Meckern auf hohem Niveau, denn völlig ungeeignete Fahrzeuge hätten wir garnicht zum Test herangezogen. 

  • Den Anfang machte der Audi RS4. Als einziger Allradler unter lauter Hecktrieblern blieb ihm leider nur der 8. und letzte Platz.
  • Auf dem 7. Platz landet der BMW 335i, hier auch das aktuelle Video dazu.

In jeder Folge werfen wir einen weiteren Kandidaten aus der engeren Auswahl, bis wir das optimale Drift-Fahrzeug gefunden haben. 

Momentan im Rennen sind noch BMW E92 M3, Lexus IS-F, Mercedes C63 AMG, Nissan 370Z, Porsche 987 Cayman S und Toyota GT86. 

 

Platz 7: BMW F30 335i (Modell seit 2012)

(Vergleichbar mit BMW 135i)

Gerade für den Einsteiger ist die ausgeprägte Turbocharakteritik etwas knifflig. Die Leistung setzt recht aprupt ein, kleine Bewegungen des Gaspedals haben schon große Auswirkungen. Die mit Bremseingriffen simulierte Diff-Sperre ist Fluch und Segen. Einerseits ermöglichen die Bremseingriffe 2 1/2 Minuten Kreisdrift, ohne ein durchdrehendes, kurveninneres Rad. Auf der anderen Seite sorgen diese permanenten Bremseingriffe für eine starke Erwärmung der Bremse und damit verbundenen Verschleiß.

Eignung des BMW F30 335i für unsere Trainings:

  • Basic-Training: gut - Gerade beim Einsteiger werden die Drifts selten so lange gehen, daß eine Erwärmung der Bremsen ein Problem wäre. 
  • Advanced-Training: zufriedenstellend - Die Fahrübungen sollten mit dem Fahrzeug alle machbar sein. Leicht erhöhter Bremsenverschleiß ist möglich.
  • Freies Driften: zufriedenstellend - Ähnliche Fahrzeuge sind hier immer wieder vertreten. Drifts eher über Lastwechsel einleiten und nicht mit dem Gas, ansonsten erhöhter Bremsenverschleiß möglich.
  • Winter-Training: zufriedenstellend - Für einen Hecktriebler gute Traktion.
 

Platz 8: Audi RS4 Avant B8 (Modell seit 2012)

Akustisch ist der Audi RS4 ein Leckerbissen und auch von der Antriebsseite hätte der Ingolstädter durchaus Potential zum Drifter. Klassische Allraddrifts sind möglich, wenn auch knifflig, weil sich das Fahrzeug von einem 85% Hecktriebler in einen 70% Fronttriebler verwandeln kann. Leider wird er durch sein nicht komplett abschaltbares ESP massiv eingebremst. Sobald spaßige Drift-Winkel erreicht werden, regelt das ESP rein und zwingt das Fahrzeug wieder aus dem Drift. Schade, bei einigen Vorgängern kam ESP erst beim Treten der Bremse wieder, da wars noch etwas einfacher.

Eignung des Audi RS4 für unsere Trainings:

  • Basic-Training: zufriedenstellend - Auf den Gleitbelägen kann man mit den Regeleingriffen des ESP noch leben. Bei den Aphaltübungen wird es zäh.
  • Advanced-Training: ausreichend - Ansätze von Kreisdrifts sind wie im Video zu sehen auch auf nassen Asphalt möglich, verlangen allerdings schon viel Erfahrung. Frustmomente und Bremsenverschleiß sind wahrscheinlich.
  • Freies Driften: mangelhaft - Driftansätze sollten eventuell möglich sein, allerdings wird das Fahrzeug sehr leiden. NIcht zu empfehlen.
  • Winter-Training: gut - Auf Schnee ist der Allradler in seinem Element, in manchen Situationen stört ESP ein wenig.
 

Die Serie wird fortgesetzt ...